
Hintergrund - Warum wurde das Norddeutsche Klimabüro eröffnet?
Seit 2006 führt das Norddeutsche Klimabüro des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und des KlimaCampus Hamburg einen intensiven Dialog zwischen der
norddeutschen Öffentlichkeit, regionalen Entscheidern und Wissenschaftlern aus dem Bereich Klimaforschung. Ergebnisse dieses Dialoges sind neben
dem entstandenen Netzwerk der „Norddeutsche Klimaatlas“, der zukünftig mögliche Entwicklungen des regionalen Klimas beschreibt, sowie der
„Klimabericht für die Metropolregion Hamburg“, der das derzeitige Wissen über den regionalen Klimawandel zusammenfasst. Wissenschaftler des
Norddeutschen Klimabüros werden durchschnittlich einmal pro Woche von verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen (Politik, Wirtschaft, Verwaltung
und Bildungseinrichtungen) eingeladen, um sich vor Ort mit Menschen aus der Region auszutauschen und über Chancen und Risiken des Klimawandels zu
informieren. Darüberhinaus erreicht uns durchschnittlich eine Anfrage pro Woche zu speziellen Fragestellungen.
In Norddeutschland wird der menschgemachte Klimawandel als ein Problem wahrgenommen. Mehr als die Hälfte der Hamburger stuft den Klimawandel als
„sehr ernstes“ oder „ernstes“ Problem ein, wenngleich derzeit mit leicht abnehmender Tendenz. Als Hauptproblem wird dabei das Risiko von Sturmfluten
gesehen. Trotz dieses allgemeinen Problembewusstseins, fehlt es an praktisch anwendbarem Wissen zum Umgang mit den regionalen Ausprägungen des
Klimawandels, der sich im Laufe der kommenden Jahrzehnte ausprägen wird. Denn selbst unter der optimistischen Annahme, dass die anthropogene
Erwärmung auf stabile 2 Grad zum Ende des 21. Jahrhunderts begrenzt werden könne, ergibt sich ein deutlicher Anpassungsdruck, insbesondere in
Bereichen wie Stadtplanung, Landwirtschaft und Küstenschutz. Das Norddeutsche Klimabüro vermittelt wissenschaftlich konsolidiertes Wissen in die
Praxis, um so problemangemessene Anpassungsstrategien zu entwickeln.
Im Kern der Praxis des Norddeutschen Klimabüros steht ein Dialog, der Wissen über den Klimawandel in Norddeutschland mit dem Bemühen
zusammenbringt, Chancen (etwa im Tourismus) und Risikominderung (etwa im Hinblick auf Sturmfluten) auszuloten. Die wissenschaftlichen Grundlagen
kommen dabei zumeist aus dem Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und auch dem KlimaCampus Hamburg.
Wir lassen von uns hören
Wir nutzen verschiedenen Plattformen um die Informationen zum Klimawandel in Norddeutschland zu kommunizieren: Bisher haben wir unsere Informationen am häufigsten in Form von Vorträgen über den Klimawandel in Norddeutschland weitergegeben. Die Anfragen für die mehr als 200 Vorträge seit 2006 kamen überwiegend aus Wirtschaftsbereichen, in denen sich der Klimawandel bemerkbar machen kann. Dazu zählen z.B. Küstenschutz, Landwirtschaft und Energieversorgung. Außerdem kamen Anfragen aus dem Bereich Bildung, aber auch von Verbänden, aus Politik und Verwaltung, sowie Wissenschaft. Wir sind außerdem Interviewpartner für Zeitungen, Radio und Fernsehen. Außerdem begleiten wir wissenschaftlich Ausstellungen mit dem Fokus Klimawandel. Darüber hinaus standen wir in Diskussionsrunden und bei Anfragen aus der Bevölkerung Rede und Antwort. Viele Fragen erreichen uns aber auch per E-Mail oder Telefon.
Gefördert durch das Klima-Exzellenzcluster CLiSAP (Integrated Climate System Analysis and Prediction) der Universität Hamburg:










